Einführung: japanische Schreine und Tempel

Einführung: japanische Schreine und Tempel

Tempel Todaiji

Generell werden Shinto-Gottheiten in Schreinen gewürdigt, wohingegen sich in Tempel Buddahfiguren und Priester befinden, die den buddhistischen Glauben predigen. Japaner haben lange Zeit Shinto mit Buddhismus verbunden, ohne zwischen den beiden zu unterscheiden, wobei Buddhismus eine ausländische Religion war. Deswegen sind sich heute viele Japaner des Unterschieds zwischen den beiden Religionen nicht bewusst und sie existieren zusammen und stehen sich dabei in der Würdigung der Menschen so nahe, dass viele Familien sowohl einen Schrein als auch einen buddhistischen Familienaltar Zuhause haben.

Japaner besuchen Silvester einen Schrein, um sich etwas zu wünschen, heiraten in der Kirche, besuchen Schreinfeste im Sommer, feiern Weihnachten im Winter, halten buddhistische Beerdigungen ab und besuchen Gräber auf buddhistische Art und Weise. Diese Beispiele demonstrieren, wie Japaner Religion ganz gemäß ihrer gegenwärtigen Lebenssituation leben und verwenden und einen ganz eigenen Standpunkt zur Religion haben.

Es gibt in ganz Japan verteilt viele beliebte Schreine und Tempel, die jedes Jahr über besucht werden. Viele Besucher sind dabei nicht religiös, sondern betrachten die Schreine und Tempel als Sehenswürdigkeiten. In letzter Zeit haben viele Schreine und Tempel als sogenannte „Power-Spots" (Orte, die angeblich mit spiritueller und mystischer Energie gefüllt sind) an Beliebtheit zugenommen.  

Nikko Toshogu, ein beliebter Tempel und beliebte Sehenswürdigkeit Sean Pavone / Shutterstock.com

Horyuji (Horyu Tempel), als Weltkulturerbe klassifiziert